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Archiv für die Kategorie ‘Robotik’
Fliegende Roboter werden immer leichter und kleiner. Im Stand fliegen kann er allerdings noch nicht. Interessant wären auch Info’s über die Akku-Laufzeit.
http://www.golem.de/0911/71338.html “Die Wissenschaftler haben beinahe in Echtzeit einen Cortex mit einer Milliarde Neuronen und zehn Billionen Synapsen simuliert.” Leider wird nichts darüber gesagt, ob der simulierte ‘Cortex’ z.B. Kartenbildung (topologieerhaltende Abbildungenen) leisten kann. Es werden überhaupt keine Angaben zu dem Verhalten der Simulation in verschiedenen Reizsituationen gemacht. Die Simulation einer realistischen Schabe in Echtzeit wäre weitaus spannender. Mehr zum Streit über die Seriosität der Meldung, IBM könne ein Katzenhirn simulieren hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Streit-um-IBMs-Katzenhirn-Simulation-867434.html Man sollte langsam einen ‘Benchmark’ für die Nachbildung von Tier-Gehirnen austellen. Dabei solle eine Kommision von Biologen für eine ausgewählte Menge an Modell-Organismen einen typischen Verhaltenskatalog und deren typische Umgebungsreize aufstellen. Dies könnte z.B. für einen Fadenwurm ‘Verhalten bei Licht’, ‘Verhalten bei Schwerkraftverlagerung’, ‘verhalten bei Hindernissen’…’leichte Berührung’ sein. Für höhere Organismen fällt dieser Katalog entsprechend stärker aus…Diese Reizsituation könnte dann von einem Team in einer frei zugängliche Simulationsumgebung (Physical-Engine) umgesetzt werden und eine Art ‘neuronale’ Schnittstelle zu dem Modellorganismus hergestellt werden. Dabei darf die ‘Körperintelligenz’, also z.B. die realitätsnahe Simulation von Muskeln und Knochenbau nicht unterdrückt werden. An diesem Benchmark könnten die Simulationen getestet werden. Eigentlich gibt es diesen Benchmark inoffiziell schon - die Konstruktion von Robotik-Tieren. Diese sind besitzen einen Körper und sind häufig zu proaktiver Interaktion mit der Umwelt in der lage. Bereits die KI hat gelernt, dass intelligente Systeme ohne Körper oder einer Körper-Simulation einfach keinen Sinn machen.
Festo gelingt es durch geschickte Kombination von Körperintelligenz und Ingenieurskunst mit einfachen Mitteln sehr eindrucksvolle Bionik-Installationen zu überraschen. Ganz bewußt werden organische Bewegungsabläufe mit nahezu surrealen Elementen kombiniert, um die Illusion von ‘lebendigen Wesen’ in unserem Bewußtsein zu erzeugen. Die ‘Pinguine’ wurden sowohl zu Wasser, als auch zu Luft kontruiert, wobei ich die Luft/Zeppelin-Variante optisch am besten finde. Mittels Sonar-Sensoren wurden einfache ‘Reflexe’ benutzt, um die Zeppelin-Pinguine ‘autonom’ navigieren zu lassen. Wann beginnt Festo endlich, einfache konnektionistische neuronale Netze in die Microcontroller zu integrieren? Das könnte vielleicht die ‘Medienwirksamkeit’ der Installationen und das allgemeine Interesse (insbesondere International) signifikant erhöhen.
Die ‘Evolution’ bionischer Fische schreitet voran: Diesmal mit elektrischen Segmenten (Festo verwendet ja gerne Hydraulik/Pneumatik). http://www.golem.de/0904/66689.html Auch wenn hier über mögliche neuronale Controller kein Wort erwähnt wird, geht der Artikel auf den ‘echten’ Nutzen bionischer Technologie ein: herkömmliche Schiffsschrauben verursachen viel Reibungsverluste, Sogleistung, die das Flussbett und die Uferbefestigung sowie die Tier- und Pflanzenwelt schädigen können. Der bionische Antrieb soll dies verhindern und durch die geringere Reibung Treibstoff einsparen (daran wird gerade gearbeitet). Natürlich würde nicht das gesamte Schiff in einen ‘Fisch’ verwandelt sondern nur das Antriebsmodul.
Ein anderes Video: Der ‘Justin’ beeindruckt durch eine hervorragende Demo. Die Hardware besticht! Über die Lernfähigkeit wird sich noch ausgeschwiegen. Die Beschreibung der Module für Navigation, Sensordatenfusion und Mensch-Maschine-Interaktion deuten auf ‘festverdrahtete’ Algorithmen (kein adaptives Lernen) hin. Trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung! Der Faktor ‘Design’ spielt in der humanoiden Robotik eine zunehmend wichtige Rolle. Der Helfer soll nicht nur seinen Aufgaben nachkommen sondern auch noch gut dabei aussehen.
Diese Horror-Ausgabe des ‘Deutsches Ärzteblatt’ lag auf der CeBIT aus. Während Justin und Care-O-Bot noch durch ein neutrales Kunststoff-Design glänzen und durchaus im heimischen Wohnzimmer vorstellbar sind, hat das Deutsche Ärzteblatt mit ihrem Leitartikel jede Lust auf Robotik in der Krankenpflege getötet. Sollen wir wirklich als alte, gebrechliche und geistig desorientierte Bewohner eines Pflegeheims jeden Morgen mit einem wandelnden Skelett konfrontiert werden, das uns mit Gewalt unsere Medikamente einflößt und Ganzwaschungen durchführt? Zum Glück haben die Designer an meine Desorientiertheit in einigen Jahrzehnten gedacht - man beachte den Not-Aus-Schalter den man zur Not noch mit seinem Gehstock erreichen kann.
Zur Zeit wandert dieses Video neuronal kontrollierter ‘Robot-Wrestler’ durch die Blogs. Auf der Projekt-Webseite wird erklärt, dass sich das zugrundeliegende neuronale Netz durch eine ’schnelle synaptische Dynamik’ auszeichnet. Über die genaue neuronale Architektur (gibt es Rekurrenzen?, welche Lernregeln?, wieviele Unit’s?, konnektionistische Archtektur?, Echtzeit-Fähig?) gibt es leider keine genaueren Informationen. Kinetische Simulationen scheinen sich allmählich in der Grundlagenforschung der Robotik durchzusetzen. Die Projektseite: http://www.ds.mpg.de/Forschung/index.php Weitere Videos/Visualisierungen: http://robot.informatik.uni-leipzig.de/research/videos/#SECTION20
http://www.zeit.de/video/player?videoID=2008102853421f http://www.reuters.com/news/video?videoId=92829 Am japanischen IRT wurde dieser Prototyp eines Haushalts-Roboters entwickelt. Laut ‘Die zeit’ kann aber erst in 10 - 20 Jahren mit der Serienreife gerechnet werden - schade! Das Demo-Video könnte Asimo fast Konkurenz machen.
Ein anschauliches Beispiel für Körperintelligenz. Einfache Regeln zwischen den Segmenten ermöglicht dem Amphibot mühelose Bewegungen zu Wasser und Land. |
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